Homepage Markt Lauterhofen Marktgemeinde Lauterhofen

In einem eindrucksvollen, mehrstündigen Festakt wurde Konrektor Hermann Forster nach 38 Dienstjahren in den Vorruhestand verabschiedet. Forster war 13 Jahre an der Volksschule in Lauterhofen, davon elf Jahre als Konrektor und die vergangenen Monate, nach dem Tod von Rektor Rupert Feyrer im März, noch in einer Doppelfunktion.
Musikalisch eingestimmt wurden die vielen Gäste von der Bläsergruppe der Schule. Weitere eindrucksvolle Einlagen boten die Kinder der Kindergärten Maria Goretti und St. Gabriel, Schülerinnen und Schüler verschiedener Klassen mit Liedern, Tanz und Sketschen. Im Schulhof entführte die Klasse 4b den Konrektor mit einem Segeltuchtanz in den Ruhestand. Dort erhielt Forster ein großes Stofftuch, wo alle Namen der Schülerinnen und Schüler aufgeführt waren. Ein gelungener Ohrenschmaus war die Gesangseinlage der bekannten Sängerin Carina Dengler mit Franzi Guttenberger, die Hermann Forster selbst mit dem Klavier begleitete, sowie das junge künstlerische Talent Daisy Miranda die mit ihrer Geige für Begeisterung sorgte.

Namens der Regierung der Oberpfalz und des Freistaates Bayern dankte Schulrat Christoph Weigert den scheidenden Konrektor für seine Lebensarbeitsleistung. Übereinstimmend würdigten die vielen Gratulanten das nicht zu überbietende Engagement des Schulmanns Hermann Forster. Insbesondere wurde dabei das unverwechselbare musikalische und schauspielerische Profil von Forster als beispiellos betont. „Lieber Hermann, du hast in diesem Zeitraum alles gegeben und dich ohne Unterlass für deine pädagogischen und beruflichen Ideale eingesetzt. Aus dir sprach und spricht ein bodenständiger Pädagoge, Kollege und Konrektor, der wusste worauf es ankam: anpacken, handeln, Bewährtes pflegen, brauchbares Neues integrieren, seine Wurzel nicht vergessen, der Seele und der Muse Raum zur Entfaltung geben“. So beschrieb Schulrat Christoph Weigert den scheidenden Konrektor.

Weiter betonte der Schulrat den klaren Leistungsanspruch von Forster, sowie die verlässliche und verbindliche Hinwendung zum Du, zum Mitmenschen, insbesondere zu den Jugendlichen, zu den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und schulischen Kooperationspartnern“. Wie Weigert sagte, habe er diese unkomplizierte Art, die menschliche Wärme und den Humor von Forster erleben und genießen dürfen. Weigert erinnerte, dass nach dem Tod von Rektor Rupert Feyrer die Schule in Lauterhofen in den vergangenen Monaten besonders herausgefordert war. „Insbesondere Du, lieber Hermann hast mit der gesamten Schulfamilie wahrlich ein Wechselbad der Gefühle erlebt“, wie Weigert anführte. Dennoch konnte das „Schulschiff“ trotz der einen oder anderen Konfliktsituation auf Kurs gehalten werden, lobte Weigert. Für den Schulrat ist Forster darüber hinaus ebenso ein Vorbild, dass ein Mensch im Pensionsalter nicht zum alten Eisen gehört, dass hier die ersten Früchte geerntet werden um so das berufliche Lebenswerk zu veredeln und zu vollenden. Weigert: „Hermann, Du darfst dich glücklich schätzen, für uns wertvolle, menschliche und berufliche Spuren hinterlassen zu haben“.
Bürgermeister Peter Braun charakterisierte Forster als gestandenen Oberpfälzer, der das Herz am rechten Fleck hat. Für Braun ist Forster ein „echter Lauterachtaler“, der in Kastl daheim und in Lauterhofen zu Hause war. Besonders lobte der Bürgermeister die tiefe Verbundenheit und die freundschaftliche Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde. Große Verdienste bescheinigte Braun dem Konrektor für den weiteren Ausbau des M-Zuges. Bürgermeister Stefan Braun aus Kastl stellte Forster mit seinem musischen und kulturellen Talent als „Exportschlager“ seiner Marktgemeinde heraus. Den Dank der Gemeinde Pilsach entbot Bürgermeister Adolf Wolf mit einen Schmankerlkorb. Namens der Rektoren des neuen Schulverbundes – Lauterhofen-Pilsach-Berg – gratulierte deren Leiterin, Rektorin Therese Altmann aus Berg zum „Unruhestand“. Altmann wünschte den scheidenden Konrektor, dass er künftig Zeit für sich selber finden möge. Musikalische Glückwünsche entboten Dekan Gerhard Ehrl mit der Trompete und von der evangelischen Gemeinde Pfarrer Helmut Gerstner aus Alfeld auf dem Klavier. Als Vorsitzender des Fördervereins der Schule und ehemaliger Rektor bescheinigte Josef Moser seinem langjährigen Stellvertreter immer ein offenes Ohr für die Schule gezeigt zu haben. Der Nachfolgerin von Hermann Forster - Martina Jacob wünschte Moser viel Erfolg für die Schule. Ein weiteres Grußwort entbot die stellvertretende Elternbeiratsvorsitzende Tanja Bauer-Pavlik. Stellvertretend für das Lehrerkollegium plauderten Bernhard Dürr und Gertraud Rehmer aus dem „Nähkästchen“. Das Geschenk des Lehrerkollegium war ein Abonnement für die Süddeutsche Zeitung. Als langjähriger Weggefährte während seiner 22jährigen Zeit als Lehrer an der Schule in Burgthann nannte Rektor i. R. Helmut Buchner besonders das musikalische Wirken seinen ehemaligen Kollegen Forster als beispiellos. Für Forster war die Schule in Lauterhofen die Krönung seiner Dienstzeit. „Dort, wo ich vor 18 Jahren eine „g’made Wies’n“ vorfand, hab ich meine glücklichsten Dienstjahre verbracht“, sagte Forster. „In Lauterhofen stimmte einfach alles!“ Besonders hob der Konrektor hervor, dass er mit Peter Braun einen Bürgermeister zum Freund gewonnen habe. Ein ganz besonderes Anliegen war Forster der Sekretärin der Schule, Ingrid Schnell aus Deinschwang ein großes Kompliment zu zollen. Forster: „Die Ingrid wurde für mich die drittwichtigste Frau nach meiner Maria und meiner Schwiegermutter. Dafür übergab Forster der Sekretärin einen Wellnessgutschein.