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40 Jahre Frauenkreis Lauterhofen: „Lebensgeschichten, die Mut machen"

Von Hans Braun:

Bei einer Jubiläumsveranstaltung haben rund 35 Frauen im Pfarrheim St. Raphael auf die vergangenen 40 Jahre des Frauenkreises Lauterhofen geblickt.

Spendenübergabe

Zum Jubiläum wurden alle „Ehemaligen“ und heutigen Frauen im Leitungsteam je mit einer roten Rose geehrt. Foto: Hans Braun


Höhepunkt war vorausgehend der Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael, den die Frauen mitgestalten und den Resi März mit passenden Orgelstücken bereicherte, ebenso wie den Festabend. Vom Vorstandsteam freute sich Walburga Haas: „Wir haben es geschafft und 40 Jahre vollgemacht“. Haas hast festgestellt: „Wir Frauen arbeiten bei den verschiedensten Aktivitäten gut zusammen“.
Bürgermeister Ludwig Lang, der zu diesem Jubiläum namens der Marktgemeinde gratulierte, übergab einen Scheck für die weitere gemeinsame Arbeit der Frauen. Für den Bürgermeister ist dieses Jubiläum ein Anlass, der gefeiert werden musste. Lang stellte fest: „Der Frauenkreis in Lauterhofen ist zu einer starken Gemeinschaft geworden, wo Informationen und Weiterbildungen zu den verschiedensten Themen geboten werden. Besonders lobte der Bürgermeister das soziale Engagement dieser Frauengemeinschaft, wo viel für caritative Einrichtungen gespendet wird. Wie Lang sagte, darf in dieser Gemeinschaft auch das persönliche Gespräch nicht unterschätzt werden. 
Die Frauenreferentin der Diözese Eichstätt, Martha Gottschalk, fand es schön, dass mit diesem Jubiläum alte Erinnerungen wieder aufgewärmt werden. „Das verbindet und stärkt“, stellte Gottschalk fest. Die 40 Jahre Frauenkreis in Lauterhofen nannte die  Frauenreferentin „Lebensgeschichten, die Mut machen“. Dabei rief Martha Gottschalk auf, dass auch der alte Mensch mit seiner Weisheit und Gelassenheit in dieser Gemeinschaft seinen Platz haben muss.
Pfarrer Gerhard Ehrl nannte die Führungskräfte mit Walburga Haas, Karin Meyer und Gertraud Springs Powerfrauen. Der Prodekan lobte diese ermutigende Arbeit im Frauenkreis als „sehr  kreativ“. „Das zeigt Mut für Andere“, sagte Pfarrer Ehrl.
Marianne Eizinger gab einen Rückblick in Versen. Dabei hat Eizinger festgestellt: „Fleißige Hände hatten in den vergangenen 40 Jahren viel zu tun“. Marianne Eizinger sprach von den vergangenen  40 Jahren, von vielen schönen und abwechslungsreichen Stunden, die auf dem „Schiff“ Frauenkreis verbracht wurden. Eizinger: „Vielleicht   können wir künftig auch jüngeren Frauen diesem „Schiff ahoi“ sagen. 
Walburga Haas ging kurz auf die Geschichte dieser Frauengemeinschaft ein. Es war am 8.  November 1976, als sich erstmals auf Einladung des  damaligen Pfarrers Konrad Schuster Frauen beim Kronen-Wirt trafen. Haas: „Wir kamen  in Scharen, gleich  50 waren wir und rätselten hin und her, was unser Pfarrer wohl mit uns will“.  Haas gestand dabei: „Zugleich freuten wir uns riesig, einmal allein ins Wirtshaus gehen zu können“. Bei diesem Treffen hat Pfarrer Konrad Schuster die Gründung einer Frauengemeinschaft angeregt, woraus der heutige „Frauenkreis“ entstand. Walburga Haas verzeichnete mit allen Veranstaltungen rund 600 Zusammenkünfte in den vergangenen 40 Jahren. Ein wichtiger Termin war dabei jedes Jahr am 1. Freitag im März der Weltgebetstag der Frauen. Außerdem gestalteten die Frauen Rosenkranzmeditationen und Adventfeiern. Besucht wurde die Heilige Anna Schäfer in Mindelstätten und seit 30 Jahren werden Palmbüschel gebastelt deren Verkaufserlös dem Pfarrheim zufließt.  Von Anfang an – seit 25 Jahren -  ist der Frauenkreis beim Weihnachtsmarkt in Lauterhofen mit dem Verkauf von Glühwein vertreten. Die Einnahmen wurden immer für Katastrophenländer, für krebskranke Kinder oder an die Palliativstation in Neumarkt gespendet. In der Schulküche in Velburg haben die Frauen gekocht um daheim ihre Familie zu verwöhnen. Bei Vorträgen über Gesundheit und Krankheit von Kopf bis Fuß gab es aktuelle Informationen. Auch ihren Wohnort selbst haben die  Frauen unter die Lupe genommen und alle Betriebe besucht, berichtete Walburga Haas. Zu den weiteren Aktionen zählte Haas Ausflüge und Besichtigungen, wie die Jura­schlächterei Neumarkt oder Schöller Eiscreme in Nürnberg. „Dort bekamen wir das wohl beste und größte Eis der Welt“, erinnerte sich Haas. Ein fester Bestandteil im Vereinsleben waren für Walburga Haas die  ausgiebigen Faschingsveranstaltugnen. Zusammen­fassend hat Walburga Haas festgestellt: „Wir haben schöne und interessante 40 Jahre verbracht“.
Walburga Haas erinnerte an die fünf Frauen, die im November 1976 für drei Jahre das Führungszepter übernommen hatten: Marianne  Eizinger, Kathi Kölbl, Karin Meyer, Julia Hedwitschak und Walburga Haas. Damit der Verein weiter bestehen konnte, wurden im Jahr  1979 zum neuen Führungsteam gewählt: Cilli Graf, Traudl Springs, Barbara Fruth, Fini Ruf und Walburga Haas. Weitere Leiterinnen waren: Inge Pögl, Anni Segerer, Marianne Kraus und Traudl Weber. Alle „Ehemaligen“ und heutigen Frauen im Leitungsteam wurden je mit einer roten Rose geehrt.

Bereichert wurde dieser Jubiläums­abend noch mit einer Bilder-Ausstellung und einer Power-Point Bild-Präsentation über die vergangenen 40 Jahre.

 


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