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Kolping-Theater im Pfarrheim: "Der 75. Geburtstag"

Von Hans Braun

Die Lachmuskeln hatten beim Theater der Kolpingfamilie in Lauterhofen Hochkonjunktur. Mit dem Lustspiel „Der 75. Geburtstag“ von Walter G. Pfaus hatten sich die Laienschauspieler unter der Regie von Florian Wittmann einen Dreiakter mit viel Humor ausgesucht.

Kolpingtheater

Zwei Stunden beste Laune - dafür sorgen wieder die Laienspieler der Kolping-Theatergruppe.Foto: Braun

Mit einer schauspielerischen Glanz­leistung verstanden es die Akteure das Publikum für zwei Stunden kurzweilig in fröhlicher Laune zu halten. Perfekt meisterten darunter die zwei neuen Talente, Alexandra Schwarz und Alexander Graf, ihre Rollen. Bestens „gestylt“ für ihre Rollen hatte Renate Biller die Akteure. Als Theaterspieler wirkt Florian Wittmann bereits seit 20 Jahren mit und seit zwei Jahren mauserte sich der „Floh“ zum perfekten Regisseur dieser „Truppe“. Bereits zu Beginn der Aufführungen waren alle fünf Vorstellungen mit jeweils 150 Besuchern ausgebucht.
Der Vorsitzende der Kolpingfamilie Martin Springs freute sich bei der Premiere am zweiten Weihnachts­feiertag, unter den Gästen den gebürtigen Lauterhofener Christoph Wittmann zu wissen, der Leiter der Berufspastoral der Diözese Eichstätt ist. Für die musikalische Einstimmung und Unterhaltung in den Pausen sorgte Horst Hartmann aus Ballertshofen mit seinem Akkordeon. Ein erfahrener Theaterakteur aus Ursensollen, der der Veranstaltung als Besucher beiwohnte, sprach von einer „Superleistung“, was diese Akteure der Kolpingfamilie boten.
Bevor der Bühnenvorhang zum Dreiakter aufging, hatte Martin Springs die Besucher eingeladen, zusammen mit der „Jubilarin“ des Theaters - in diese Rolle Doris Wildfeuer geschlüpft war - deren „Geburtstag“ mit dem gemeinsamen Standerl „Viel Glück und viel Segen…“ mitzufeiern.
Das Stück spielte in einem Mehr­generationen­haus, wo es in der Familie „Breimeier“ immer Spannungen mit dem Opa und der Oma gab, die von ihren Kindern ins Seniorenheim abgeschoben werden sollten. Die Schwiegertochter der Jubilarin (Franziska Edenharder) ist davon ausgegangen, dass sie zu dieser Geburtstagsfeier alles bestens organisiert hatte. Ihre Tochter (Alexandra Schwarz) und die Nachbarin (Katharina Pfälzner) halfen zu dieser Feier auf ihre ganz spezielle Weise. Nicht so recht klar mit der Geburtstagsfeier kommt der Opa (Mike Matthäi), der immer für Verwirrungen sorgt, weil nicht er im Mittelpunkt der Feier stand. Total überfordert von den geschäftigen Vorbereitungen seiner Frau war ihr Ehemann (Robert Spies), der sich zur Schnapsflasche flüchtet. Vergeblich versucht der neue Pfarrer (Alexander Graf) mit der Jubilarin (Doris Wildfeuer) ins Gespräch zu kommen. Und kaum zu Wort kommt ebenfalls der Bürgermeister (Sebastian Bayerl) mit seiner vorgesehenen Geburtstagsan­sprache, der dafür aber einen passenden Witz anbrachte. Opa und Oma, die schon längst gespannt hatten, dass sie ins Altenheim abgeschoben werden sollten, sorgten zum Höhepunkt der Feier für eine perfekte Überraschung, wie sie diese „Abschiebung“ verhindern.

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