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Starkbierfest der Feuerwehr Lauterhofen

Von Hans Braun:

Kräftig derblekt hat beim Starkbierfest der Freiwilligen Feuerwehr Lauterhofen Bruder Alex alias Alexander Beyer nicht nur die Gemeinde ebenso auch manch ahnungslosen Vereinsfunktionär.

Starkbierfest der Feuerwehr Lauterhofen

Eine deftige Fastenpredikt von Bruder Alex gab es beim Starkbierabend in der vollbesetzten Fahrzeughalle der Feuerwehr Lauterhofen.Foto: Hans Braun


Doch zuvor heizte den Gästen in der vollbesetzten Fahrzeughalle das Musikantenduo „Bayerisch G‘schert“ von der Schützengesellschaft Lauterhofen kräftig ein. Der Vorsitzende Hans Treike freute sich über die vielen Besucher und wünschte einen humorvollen Starkbierabend mit einer deftigen Fastenpredigt.
Mit einem „Prost“ begann Bruder Alex seine Predigt. Zunächst erinnerte der Starkbierredner an die Festlichkeit der Einweihung des Wechselladerfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr und stellte dann fest, dass der Container nicht nur für die Feuerwehr sondern für so manch wichtige Person als Garage für einen Smart genützt wird.
Bruder Alex fragte die Besucher, ob sie wussten, dass die „kleine Fahrzeugfamilie“ der Feuerwehr in Lauterhofen grausam zerrissen wurde und die Autos an verschiedenen Standorten „schlafen“ müssen. Damit wollte der Prediger dem Bürgermeister dringendst darauf aufmerksam machen, dass die Stützpunktwehr in Lauterhofen mit den vielen wichtigen Geräten aus allen Nähten platzt. „Es wird gehofft, dass es mit'm Neubau des Feuerwehrhauses bald ernst wird, die Feuerwehrler würdens dir Ludwig danken, des is g'wiss“, appellierte Bruder Alex.
Ein weiterer „Hieb“ an die Gemeinde war der Winterdienst, da die Feuerwehr zum Neujahresempfang in der großen Turnhalle den Parkplatz selbst räumen musste. Da fragte sich Bruder Alex, ob die Bauhofarbeiter und der Hausmeister der Schule zu diesem Zeitpunkt wohl Überstunden abfeiern mussten, oder verfügen sie im Winter über keinen Schneeräumer“. Als Alternative zum schweißtreibenden Schneeräumen empfahl Bruder Alex dem Bürgermeister eine Straßenheizung, um die Bauhofmitarbeiter nicht zu überfordern. Zu diesem in Lauterhofen „heißen Thema“, wie es Bruder Alex nannte, brauchte er ein „kühles böckchen Prost“ bevor er den zweiten Bürgermeister und ersten Kommandanten der Stützpunktwehr auf’s „Korn“ nahm und fragte, ob er überhaupt seiner Predigt zuhöre, da er immer abwesend ist.
Wie der Prediger erfuhr haben die Jugendwarte die „Nachwuchsarbeit“ der Feuerwehr in Lauterhofen selbst in die Hand genommen. Als ersten Schritt dazu nannte Bruder Alex die bereits erfolgte Hochzeit der Jugendbeauftragten Nadja und Kätzer, damit sich Vater „Leo“ bald auf einen Enkel „Florian“ freuen kann. Nicht unerwähnt lassen wollte der Fastenprediger den Leitspruch des zweiten Lauterhofener Feuerwehrkommandanten: „Wir sind keine Freunde, wir sind Kameraden“.
Da die Feuerwehrler das ganze Jahr über besessen sind vom Essen, gibt’s künftig no mehr zu Speis und Trank, wie der Prediger erfahren hat, denn dafür werden jetzt neue Jacken angeschafft.
Erfahren hatte Bruder Alex, dass es den Lauterhofener Teilnehmern beim Feuerwehrfest in Eichhofen schlecht erging. „Nix hams kriegt dort, koa Spezi, Limo, Bier oder Pils, nird amal a‘ stills Wasser.“ Nach Meinung von Bruder Alex hätt es Not getan, einen Hydranten zu setzen, doch dazu war koa Feierwerla da, der den schön grumm hätt setzten kinne“.
Zur Party beim vergangenen Silvester hatte der Prediger in Erfahrung gebracht, dass die Feiernden dachten, sie müssten den Bahnhofplatz zum Truppenübungsplatz umfunktionieren. So mancher der Feiernden hatte bei dieser Party nicht nur einen riesen Affen sondern einer hatte sogar einen Hasen mit nach Hause gebracht, wie der Prediger wusste. Mit großem Beifall wurde der Prediger verabschiedet.

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