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Einweihung der restaurierten Bahnbrücken

     
Bei einer Feierstunde mit zahlreichen Gästen segnete Pfarrer Martin Penkalla die im vergangenen Jahr sanierten Bahnbrücken.

Musikalisch abgerundet wurde das Programm von der Jugendblaskapelle unter Leitung von Ida Hollweck. Perfekte, heitere Szenen der einstigen Bahngeschichte von Lauterhofen vermittelten die Schulspielgruppen, der zweiten Klasse von Ida Hollweck sowie der Klassen fünf und sechs unter der Leitung von Konrektor Hermann Forster.
 
  Die Feier bereicherte noch eine Ausstellung zur Bahngeschichte von Lauterhofen, von 1900 bis zur Abfertigung des letzten Güterzuges im Jahr 1972 sowie ein Preisrätsel wozu entlang des Wanderweges auf der ehemaligen Bahntrasse Informationstafeln zur Geschichte der Lokalbahn aufgestellt waren.

Für Bürgermeister Helmut Neumann ging mit der Übergabe der Brücken zum Abschluss seiner Amtszeit, ein jahrelanger finanzieller Kampf mit den Behörden zu Ende, wie er sagte. In seiner Laudatio dankte Neumann allen Beteiligten für dieses "gelungene Werk". Diese Brücken mit dem Geh- und Radweg seien nach Meinung des Bürgermeisters eine weitere Aufwertung für Lauterhofen auch als Fremdenverkehrsort.
Gleichzeitig dankte Neumann allen Bürgern, die ihm während seiner Amtszeit, wo nach seiner Meinung viel für Lauterhofen erreicht wurde, unterstützt haben.

Von "sehr anspruchsvollen Bauwerken, wegen des Denkmalcharakters" sprach Bauoberrat Werner Bachseitz von der Direktion für Ländliche Entwicklung, Regensburg. Bachseitz ging kurz auf die Sanierungsmaßnahmen der Brücken ein, die vor genau 100 Jahren errichtet wurden. Auf Grund der Möglichkeit, die Gleisnach nach Fertigstellung der Ortsumgehung komplett zu Sperren und dadurch die Baukosten merklich zu senken, wurde die Renovierung erst im letzten Jahr durchgeführt, sagte Bachseitz.
 
  Träger dieser Maßnahme waren neben dem Markt Lauterhofen das Straßenbauamt Regensburg und die Teilnehmergemeinschaft Lauterhofen. Wie der Vertreter der Direktion für ländliche Entwicklung sagte, sei es vorbildlich gelungen, das alte Mauerwerk gefühlvoll zu sanieren, mit neuen Bauelementen aus Beton und Stahl zu verbinden und das Gesamtwerk durch Anlage des neuen Radweges zum Erlebnis zu machen.
Zudem informierte Werner Bachseitz noch, dass sowohl die Verkehrsinsel beim Hauptpfeiler, als auch die beiden Böschungen der Gleisnachunterführung Anfang Mai noch fachmännisch bepflanzt werden um somit das Gesamtbild noch weiter zu verschönern.
Namens des Landkreises gratulierte der stellvertretende Landrat Willibald Gailer aus Freystadt zu diesem gemeinsamen Werk und neuem Schmuckstück von Lauterhofen. Für Gailer ist der Abschluss dieser Sanierungsmaßnahme ein weiterer Meilenstein in der guten Kommunalpolitik in Lauterhofen. Mit einem Gesamtkostenaufwand von 1,264 Millionen Mark wurden die beiden Brücken - an der Gleisnach und an der Neumarkter Straße - im letzten Jahr Gesamtsaniert.
Dafür gab es eine Gesamtförderung - vom Straßenbauamt und der Direktion für ländliche Entwicklung - von 858000 Mark. Aus dem Gemeindesäckl mussten somit noch 406000 Mark investiert werden.
 
  Bei der Gleisnachbrücke wurde wegen der Gefährdung der Fußgänger auf der Staatsstraße ein beiderseitiger Fußgängerweg unter der Brücke angebracht.

Dieses Straßenteilstück der Staatsstraße an der Gleisnach ist in Lauterhofen die einzige Ortsstraße, die durch die neue Umgehungstrasse nicht entlastet wurde, wie der Bürgermeister informierte. Von daher ist nach Meinung des Marktoberhauptes diese Brückenneugestaltung eine hundertprozentige Verbesserung für die Fußgänger.

Im Zuge der Brückensanierung entstand auf der ehemaligen Bahntrasse, wo bis 1972 eine planmäßige Bahnverbindung zwischen Lauterhofen nach Amberg bestand, ein Geh- und Radweg, von Lauterhofen Richtung Kastl führt. Dieser Rad- und Fußweg mit dem neuen Geländer bis nach "Sankt Lampert" ausgebaut wurde, kostete alleine 218000 Mark.