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Einweihung Wasserwerk

 
 
     
Der Wasserzweckverband der Pettenhofener Gruppe hat die erste in Betrieb genommene Groß-Ultrafiltrationsanlage in Bayern. Das berichtete am Samstag, beim Festakt zur Einweihung des Wasserwerkes in der Schlögelsmühle, Dr. Herb vom Landesamt für Wasserwirtschaft aus München. Vor zahlreichen Ehrengästen gab Pfarrer Martin Penkalla dem Wasserwerk den kirchlichen Segen. Reichlich Gebrauch machte die Bevölkerung vor allem am Sonntag, wo die neue Einrichtung mit einem Tag der offenen Tür vorgestellt wurde.

„Mit der neuen Ultrafiltrationsanlage im Wasserwerk übernahm Lauterhofen die Vorreiterrolle in Bayern“, sagte der Vertreter des Landesamtes für Wasserwirtschaft in Bayern. „Damit“, so Dr. Herb, „hat der Wasserverband der Pettenhofener Gruppe der Zukunft in vorbildlicher Weise Rechnung getragen“. Die weitere entscheidende Zukunftsweiche die der Verband getroffen habe sei, so Dr. Herb, das fachlich qualifizierte Personal mit dem Wassermeister Elmar Halk.
 
  Unter den zahlreichen Ehrengästen war Neumarkts Stadtwerkedirektor Manfred Tylla. Einen ganz besonderen Leckerbissen boten die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Lauterhofen, unter Leitung von Konrektor Hermann Forster und Lehrer H. Pongratz die mit Liedern und Gedichten zum Wasser der Veranstaltung eine heitere Abwechslung gaben. Die Firmengeschenke anlässlich dieser Feier erhielt der Förderverein der Schule in Lauterhofen, die der Vorsitzende Ernst Eizinger entgegen nahm.
„Wir bieten jetzt ein modernes Dienstleitungsunternehmen, dass den heutigen Ansprüchen auf ein hochwertiges Nahrungsmittel gerecht wird!“ sagte der Vorsitzende des Wasserzweckverbandes der Pettenhofener Gruppe, Georg Deinhard aus Deinschwang. Für Deinhard ist der Zweckverband mit dieser neuen Einrichtung dem Ziel der Gesamtsanierung der Wasserversorgung, die im Jahr 2006 abgeschlossen sein soll, einen wichtigen Schritt näher gekommen. Mit diesen Verbesserungsmaßnahmen sollte gleichzeitig das verlorene Vertrauen vieler Wasserabnehmer in der Hochzone wieder hergestellt werden, sagte Deinhard. Dazu gab der Vorsitzende einen kurzen Rückblick und verwies auf gravierende Fehler, die bei der ständigen Erweiterung des Verbandsnetzes begangen wurden. Nach den Worten von Deinhard wurde der Wassermangel in der Hochebene von Ballertshofen, Mettenhofen, Inzenhof und Bischberg, zu einer 14 Jahre dauernden Leidensgeschichte. Das belegte Deinhard noch mit Zeitungsberichten aus den 80er-Jahren, als die Bevölkerung in den Dürrezeiten aus Tankwägen der Feuerwehr mit dem nötigen „Nass“ versorgt werden musste.  
Das Trio „N-W-D“, wie es Deinhard bezeichnete, (Bürgermeister Helmut Neumann als ehemaliger Vorsitzender des Zweckverbandes, Jörg Wein vom Wasserwirtschaftsamt und der Planungsingenieur Herbert Dechant) waren es im Jahr 1990, von denen die nötigen Sanierungsmaßnahmen in die Wege geleitet wurden.
An staatlichen Zuwendungen zur Sanierung des Wasserversorgung erwartet der Zweckverband der Pettenhofener Gruppe vom Land Bayern 8.1 Millionen Euro. Das berichtete der Vorsitzende Georg Deinhard. Die Zuschusshöhe für die zuwendungsfähigen Kosten von Anfangs 79 Prozent sank inzwischen auf 50.7 Prozent. Erneuert wurden bereits 51 von 90 Kilometern an Versorgungsleitungen. Weitere 25 Kilometer müssen noch erneuert werden. Die schwierige Sanierung des Hallerbrunnens, der schon verwilderte, nannte Deinhard eine “Meisterleitung“.
Der stellvertretende Landrat Rudi Bayerl erinnerte in seinem Grußwort an eigene Erlebnisse des Wassermangels beim inzwischen 50 Jahre alten Pettenhofener Zweckverband. So führt Bayerl seinen Haarausfall darauf zurück, dass in seiner Jugendzeit in Ballertshofen eben nicht genug Trinkwasser zur Verfügung stand.

Die gute Nachbarschaft mit den Gemeinden Kastl, Pilsach, Berg und Alfeld, die ebenfalls im Verbundnetz des Zweckverbandes der Pettenhofener Gruppe sind, stellte Bürgermeister Peter Braun heraus. Namens aller beteiligten Gemeinden lobte Braun die großen Verdienste des Verbandsvorsitzenden Georg Deinhard bei diesen Sanierungsmaßnahmen. Wie Braun sagte, treffe, wegen des jahrelangen Wassernotstandes in der ehemaligen Gemeinde Deinschwang beim Verbandsvorsitzenden Deinhard der Ausspruch zu: „Leute die aus der Not kommen, werden die Besten“.

Entscheidend für die Verwirklichung der fast 15 Millionen teueren Sanierungsmaßnahmen waren für Altbürgermeister Helmut Neumann, der zwölf Jahre den Vorsitz des Zweckverbandes führte, die gute Zusammenarbeit der Verbandsräte mit dem Vorsitzenden, dem Wasserwirtschaftsamt und dem Planungsbüro. Technische Erläuterungen zur weltweit modernen Technologie der Ultrafiltrationsanlage gab noch Dr. Hagen von der Firma Waback, aus Kulmbach, von der diese Anlage errichtet wurde.
 
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